[<<Erstes] [<zurück] [weiter>] [Letztes>>] 47 Artikel in dieser Kategorie
At the Funckyard 13,99 EUR
incl. 19 % UST exkl.
Art.Nr.: BHM 1025-2
Artikeldatenblatt drucken
Lieferzeit: 3-4 Tage
At the Funckyard

Grand Mother’s Funck präsen­tieren mit vorliegendem Album ein Meisterwerk, das Musikalität und erst­klassige Soundproduktion locker und frisch mit Unterhaltungswert, Groove und Partystimmung vereint. Knackige Beats und fette Bässe – stilistisch durchs ganze Spektrum zwischen 60’s R&B und 80’s Disco, und zeitgenössischem Soul-Pop bis hin zu gitarrenlastigem HipHop einzuordnen – unterlegen in einem dichten Teppich das gesamte Album. Dank der Mixing-Kunst von HM Buff, dessen Handwerk jahrelang in den Paisley-Park Studios von Prince persönlich hochgeschätzt wurde, wird GMF’s Sound modern und enorm druckvoll in Szene gesetzt.

Zu einem faszinierenden Hörerlebnis wird At The Funckyard durch die verschiedensten Geschichten, die jeder der 15 Tracks erzählt: musikalisch durch bewegende Songs (Stay With Me, mit der beeindrucken­den Gastsängerin Tatiana Ferraro), raffinierte Sound­coll­agen und spannende Arrangements, oder text­lich, durch witzige Episoden aus dem Musi­­keralltag (wie in der Samstagabend-Odyssee What U Say? von  GMF’s Sänger Rich Fonje). Das Fazit: Ein vielschichtiges, abwechslungsreiches Album mit einem großen gemeinsamen Nenner: it’s groovy, baby!

 

 

Einen kleinen Vorgeschmack auf das gesamte Album bietet „GMF Intro“, eine geschickte Soundcollage aus den Hooklines der folgenden Songs. Gleich zu Beginn wird klargemacht, dass einiges an Arbeit in der neuen GMF-Produktion steckt. Und dann geht’s los! Mit „Ecstasy“, einem imposanten Showcase für Tatiana Ferraro, die in mehreren Stücken als Gastsängerin auftritt. Gewaltige Bässe, pumpender Beat, knackige Horns, dreieinhalb Minuten volles Rohr... nicht nur die Stücklänge schreit verdächtig nach Pop – but hey: it’s funky! so what?! „Blame It“ kommt einiges entspannter durch den Äther, aber konstant groovy und sehr, sehr tanzbar. Ein amüsanter Dialog des hoffnungslosen Musik-Junkies Rich Fonje, GMF’s Stamm-Sänger, mit seiner unverständigen Freundin. An die Kenner der Musikgeschichte: Zitate aus bekannten Soul-Classics sind weder unbeabsichtigt noch zufällig! Vollends „down to Earth“ geht es mit „Sympathy“ in dem sich Rich als Priester über das fehlende Mitgefühl in der Welt beklagt. Intensiv predigt sodann auch Bean! am Saxophon, zusammen mit der swingenden GMF horn section. „Why Not!“ klingt beim ersten Kontakt sehr gefällig und geschliffen, doch auch hier gibt es bei genauerem Hinhören so manche Perle zu entdecken. Bernie glänzt mit beißenden Gitarren-Licks, im ständigen Dialog mit Chnufi an den Keyboards. Und so lasziv wie Rich „Why Not!“ ins Mikro stöhnt – da muss sie doch mitgehen!

Der Puls wird ruhiger bei der ergreifenden Ballade „Stay With Me“ aus der Feder des Posau­nisten René Mosele, in der erneut Tatiana Ferraros Stimme in kunst­vollen Chor-Arrangements zur Geltung kommt. Dieser „Cooler“ ebnet den Weg zur experiment­elleren Phase des Albums, eröffnet mit „Waterford“. Der vertrackte Groove wurde schon in der Intro vorgestellt, diesmal jedoch ist er gekrönt durch ein Posaunensolo, im Unisono mit Marc Stucki’s grossem Sound an der Bassklari­nette. Ein kleiner Seiten­sprung Richtung Jazz, und ein kompositorisches Gemeinschaftswerk der Produ­zenten aus den eigenen Reihen, René Mosele und Daniel „Booxy“ Aebi.

YeahYeahYeah – featuring NILSA“. Wie der Name schon sagt, die Mosambikanische Rapperin NILSA könnte kaum eine musikalisch passendere Plattform für ihre harten, anklag­enden Worte über Armut und Unge­rechtigkeit in ihrer Heimat bekommen. GMF prügeln hier einen gnadenlosen Beat mit ungewohnt rockigen Gitarrenriffs. Die alten Beastie Boys (fight for your right...) lassen grüssen! Stilistisch ins selbe Horn bläst „I Can’t Take It“ weiter hinten im Programm. Wie soll man es auch anders ausdrücken an einem Tag, an dem einfach alles schief geht...? Ganz anders die kurze Ballade „Can’t Get Anything Done“. Ruhig, und doch merkwürdig be­klemmend fühlt es sich an, wenn Posaunen­chöre und Saxophonsoli durch­einander wir­beln – äusserst passend zum Text: „Ich bin verrückt nach Dir, aber nichts krieg ich gebacken, wenn Du da bist...“. GMF’s Sänger Rich Fonje bringt neben cooler Lässigkeit auch ein erstaunliches komisches Talent zutage. Seine Samstag­abend-Odyssee „What U Say?“ lässt jeden glücklosen Partygänger sein Leid augenblicklich vergessen! What U Say? Kein Wunder, dass man nichts versteht, wenn Gast-Baritonsaxophonist und langjähriges Bandmitglied Dave Feusi immer dazwischen funkt! Ebenso erheitert die Tanzstunde „Danceology – featuring Dr. O. Gagneux“ das Gemüt, ein wissenschaftlicher Vortrag über die Grundlagen des Tanzens, herrlich im Kontrast zur intellektuellen Anspruchslosigkeit des gnadenlos darunter pumpenden 80ies-Discobeats. Professor Fonjes Co-Referent ist kein Geringerer als Ohlê, Perkussionist und GMF-Experte in allen Lebenslagen. Abgerundet wird das Werk mit ernsteren Tönen durch die Gospel-Predigt „The Holy Grail“: „Alte Narben können nur heilen, wenn wir dem Hass abschwören und uns öffnen. Nur so finden wir zur Liebe und zur Erlösung...“ musikalisch symbolisiert durch den ekstatischen Yoruba-Loop im Finale. Zu guter Letzt erzählt der Bonus-Track „Radio“ von den Leiden einer „working band“. Rich und Tatiana im Chor präsentieren Andreas „Chnufi“ Michel’s old-school R&B-Song so locker und authentisch, als hiessen sie „Rich Charles and the Tatilettes“!

 

 

 

     
     
     
     

 

 



Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 02. Oktober 2013 in unseren Katalog aufgenommen.